Samstag, 5. August 2017

Bezirksliga Nord, 2. Spieltag: HSV Barmbek-Uhlenhorst II – SC Victoria Hamburg II 0:1 (0:0)

Stadion Dieselstraße, 75 Zuschauer

Wer im übrigens ziemlich gelungenen Sonderheft von „Fussifreunde“ auf die Doppelseite der Zwoten blickt, kommt nicht umhin sich zu fragen, wer eigentlich nicht von unserer U23 nach Harksheide gewechselt ist. Nachdem in den vergangenen Jahren bereits Bene Neumann-Schirmbeck und Nassim Saleh den Weg von der Hoheluft nach Norderstedt gefunden hatten, waren es dieses Jahr gleich drei Leistungsträger, die ihnen folgten. Und mit Torjäger Daniel Tramm (28 Tore in 29 Spielen!) war auch einer dabei, der eine besonders große Lücke reißt. Aber auch Tim Renfordt und Philip Wolpers werden vermisst werden. Bekanntlich nutzt es aber nichts groß rumzujammern, Leben geht schließlich weiter. Und dass das sogar ganz gut klappen kann, zeigten die Jungs von Gody, indem sie bereits nach dem ersten Spieltag nach einem 5:3 gegen Grün-Weiß Eimsbüttel als Tabellenführer nach Barmbek fuhren. Auch die Zweitvertretung von BU war mit einem 4:3 bei VfL 93 erfolgreich in die Saison gestartet, sodass dieses Spiel wohl als geeigneter Gradmesser dienen kann.
Weil man ja am Samstag um 12 Uhr nichts anderes zu tun hat, fanden auch zwei Kaoten den Weg an den Kunstrasen. Die erste Halbzeit ist dann auch schnell abgehandelt: Auf beiden Seiten ungefähr ein Torschuss, der jeweils ungefähr drei Meter daneben ging. Oder anders gesagt: Langeweile pur! Man kann das aber natürlich auch positiver formulieren: Vicky gefühlte 80% der Zeit im Ballbesitz, ohne dabei wirklich gefährlich zu werden, aber immerhin taktisch diszipliniert.
In Hälfte zwei ging es gleich viel rasanter los, das Tor des Tages fiel nach wenigen gespielten Minuten. Nun nahm der Kick an Fahrt auf, BU entschied sich auch mal am Spiel teilzunehmen und spielte sich einige Hochkaräter heraus. Die entstehenden Lücken nutzte Blau-Gelb zu selten und wenn, dann auch nicht effektiv.
So blieb es bis zum Abpfiff spannend, letzten Endes konnte unsere Zwote aber die drei Punkte entführen. Und let‘s face it, in zwei Wochen interessiert es doch keine Sau mehr, ob das verdient war oder nicht (war es nicht). Weiter geht es in der Bezirksliga Nord am Samstag zuhause gegen Niendorf III um 15 Uhr, also parallel zum Auswärtsspiel der Ersten bei Curslack.


Freitag, 4. August 2017

Oberliga Hamburg, 2. Spieltag: Niendorfer TSV – SC Victoria Hamburg 1:2 (1:1)

Sachsenweg KRP, 150 Zuschauer

Was gibt es Besseres, als das Wochenende mit einem Fußballspiel einzuläuten? Wenig, weshalb in dieser Saison immer mehr Oberligisten unseren angestammten Spieltagsslot am Freitagabend um 19:30 Uhr nutzen. Eigentlich hätten wir gegen Niendorf auch ein Heimspiel gehabt, aber da bei uns noch ein paar Wochen umgebaut wird, gibt es bis Oktober erst mal nur Auswärtsspiele. Wenn wir da anschließend nicht die Auswärtstabelle anführen, haben wir was falsch gemacht!
Anyway, Tabellenführung ist doch grundsätzlich eine feine Sache, und deshalb musste ein Sieg her. Das war aber leichter gesagt, als getan, denn Niendorf leistete Widerstand. Und sogar ganz erheblichen. Das sah von Blau-Gelb heute nicht ganz so souverän aus wie in den bisherigen Partien, allerdings ist das jetzt auch ein Gegner aus der Oberliga und nicht mehr Kanonenfutter aus der Kreisliga.
Niendorf ging in der 28. Minute sogar in Führung. Torschütze ausgerechnet der Ex-Victorianer Tarek Abdalla. Das muss doch echt nicht sein! Auch danach hatten die Gastgeber so einige gute Chancen und Vicky musste, teils in größter Not, den Ball von der Linie kratzen. Dass es nicht mit einem Rückstand in die Pause ging, haben wir Luca David Ernst zu verdanken, der den Elfmeter nach Foul an Scharkowski eiskalt in den Maschen versenkte.
Auch in HZ2 war es ein harter Kampf um drei Punkte, aber Tore sollten zunächst nicht mehr fallen. Als man sich schon fast mit der Punkteteilung zufrieden geben wollte, zeigte Vicky dann doch noch ein Glanzstück: Ein Freistoß, den Mirko Bermann trat, landete nach einer gefühlten Ewigkeit in der Luft am Ende tatsächlich in den Maschen des Niendorfer Tors. Wie genau der rein gegangen ist, ist mir auch einige Tage später nicht ganz klar, wobei das auch am übermäßigen Genuss der Gerstenkaltschale gelegen haben könnte.
Letztlich aber egal, denn nach Abpfiff konnte Vicky nicht nur drei Punkte sondern auch die zwischenzeitige Tabellenführung mit den Fans feiern. Hatten wir lange nicht, nehmen wir also gerne mit!


Dienstag, 1. August 2017

Oddsetpokal, 2. Runde: SC Schwarzenbek – SC Victoria Hamburg 0:10 (0:5)

Schützenallee 2, 100 Zuschauer

In der 2. Pokalrunde im Osttopf ging es dieses Mal raus nach Schwarzenbek. Auch nicht das erste Mal, dass wir im Pokal bei diesem Bezirksligisten antreten mussten, allerdings das erste Mal, dass auf dem tiefer gelegenen Rasenplatz gespielt wurde. Zwar fehlt hier die Anzeigentafel, aber eben auch die Laufbahn, sodass auch die Hopper unter uns glücklich waren mit diesem neuen Kreuz im Hamburg Informer, der demnächst angeblich wieder herauskommen soll.
Freude bereitete auch die Mannschaft, die auf einen völlig überforderten Gegner traf und nach Belieben Tore erzielen konnte. In jeder Halbzeit gab es fünf davon fünf – jeweils eins pro mitgereistem Fan –, darunter ein lupenreiner Hattrick durch Furkan Aydin in HZ1 sowie ein geschummelter Hattrick durch Nick Schwarkowski, der insgesamt auch drei Mal einnetzen konnte. Des Weiteren reihten sich Luca David Ernst, Klaas Kohpeiß, Len Strömer und Thiago Ludwig in die Liste der Torschützen ein.

Das war doch ein netter Ausflug am Dienstagabend. Weiter so, Jungs!

Sonntag, 30. Juli 2017

Oberliga Hamburg, 1. Spieltag: FC Türkyie – SC Victoria Hamburg 1:3 (1:2)

Sportplatz Landesgrenze, 150 Zuschauer

Bei schwülem Sommerwetter machte sich der Vicky-Tross auf dem Weg über die Elbe nach Wilhelmsburg, wo der Oberligaauftakt gegen den FC Türkyie wartete. Der Gastgeber wird von einigen als Geheimfavorit auf die Meisterschaft gesehen, sodass klar war, dass das heute nicht unbedingt einfach wird.
Im inzwischen standardmäßigen 4-3-3 begann Vicky aber eher schlafmützig, die Hausherren waren gerade zu Beginn das aktivere Team. Mangelte es aber in den vergangenen Jahren oftmals an der Chancenverwertung, so schlug das neu zusammengestellte Team hier gnadenlos effektiv zu: Nach 16 bzw. 26 Minuten war es jeweils Schakowski, der Vorlagen von Ernst verwerten konnte. Knappe halbe Stunde gespielt, alles andere als überzeugend aufgetreten, aber aus zwei Chancen zwei Tore gemacht, daran könnte man sich ja glatt gewöhnen!
Nach der vom Schiri aus Gründen angeordneten Trinkpause kam Türkyie aber immer mehr in Fahrt und konnte zum psychologisch günstigen Moment kurz vor der Pause (bin ich der einzige, der bei diesen Worten Frank Buschmann im Ohr hat #FIFA17Insider) per berechtigtem Foulelfmeter den Anschlusstreffer erzielen. Nikroo hatte sich suboptimal angestellt und den Strafstoß verursacht. Noch vor Pausenpfiff hätte es eigentlich 2:2 stehen müssen, Türkyie vergab aber völlig frei vorm Tor. Puh, Glück gehabt!
Mit einer knappen 2:1-Führung kam Vicky also nach der Halbzeit wieder aus der Kabine. Man würde doch nicht wie im vergangenen Jahr zu oft geschehen wieder einmal eine komfortable Führung aus der Hand geben, oder? Um das zu vermeiden, rührte Blau-Gelb in der zweiten Halbzeit ordentlich Beton an. Bei Ballbesitz des Gegners wurde sich auf Konter lauernd in ein 5-2-3-System zurück gezogen. Das klappte relativ gut, die Gastgeber schafften es nur selten durch die kompakt stehende Defensive des Vorjahresvierten durch zu kommen.
Leider wurden auf der Gegenseite die Konter nur äußerst selten auch nur annähernd vernünftig zu Ende gespielt, sodass die Zitterpartie bis kurz vor Schluss dauerte. Nach 80 Minuten war es wiederum Scharkowski, der die „Wer schießt jetzt denn bitte Tore, wenn Ebbers nicht mehr da ist?“-Frage mit seinem dritten Treffer des Tages beantwortete.
Insgesamt ein hartes Stück Arbeit, letztlich aber ein verdienter Sieg gegen einen stark aufspielenden Gegner. Positiv war neben dem Ergebnis auf jeden Fall die Tatsache, dass von der Seitenlinie entscheidende Impulse personeller und taktischer Natur kamen. So konnte eine mäßige aber äußerst effektive Leistung in den ersten 45 Minuten in der zweiten Halbzeit durch diszipliniertes Verteidigen gekrönt werden. Gerne mehr davon!


Sonntag, 23. Juli 2017

Oddset-Pokal, 1. Runde: SC Hamm – SC Victoria Hamburg 0:4 (0:2)

Ernst-Fischer-Spielplatz 2, 70 Zuschauer

Das erste Pflichtspiel der Saison findet traditionell im Oddset-Pokal statt. In der ersten Runde erwischte der SCV das dankbare Los SC Hamm. Der Kreisligist trägt seine Heimspiele auf dem Grandplatz Ernst-Fischer-Spielplatz (ja, wirklich!) aus. Die unspektakuläre Anlage besteht aus zwei Hartplätzen, von denen einer jedoch offenbar im Zuge von Renaturierungsmaßnahmen der Natur überlassen wird. ;-)
Obwohl am Vorabend das traditionelle Sommergrillen der Fanszene stattfand und die Nacht recht kurz war, waren alle pünktlich zum Saisonstart am Grandplatz versammelt. Zwar nicht ganz so frisch, aber die Regenschauer sorgten allgemein für einen kühlen Kopf.
Sportlich deutete sich trotz des Grandbelags an, dass wir bereits ‚große Nachfolger‘ für Marius Ebbers gefunden haben: Klaas Kohpeiß und Nick Schawrkowski fallen nicht nur mit ihrer Körpergröße auf, sondern vor allem auch durchs Tore schießen. Schwarkowski steuerte drei und Kohpeiß eines zum 4:0-Erfolg bei. Im Schongang ging es damit in die zweite Runde des Pokals.


Sonntag, 16. Juli 2017

TuRa Harksheide – SC Victoria Hamburg 2:0 (1:0)

Testspiel
collatz+schwart Sportpark, 30 Zuschauer

Sonntagvormittag um 11 Uhr verschlug es zwei wackere Victorianer einmal quer durch die Stadt ins Nachbardorf nach Norderstedt. Mission: Namen lernen! Der SCV trat an bei der Resteverwertungsrampe unserer Zweiten: TuRa Harksheide. Mittlerweile sind es drei oder vier Spieler, die in der jüngeren Vergangenheit von Vicky Zwo in den Vorort gewechselt sind. Dort hat man jedes Jahr große Ambitionen, zieht am Ende aber doch immer den Kürzeren, wenn es um den Aufstieg in die Oberliga geht.
Genug zum Gegner. Ohne eine vorhandene Namensliste und nur mit Hilfe von scharfem Nachdenken und Kombinieren im Stil von Sherlock Holmes gelang es den beiden anwesenden Fans im Laufe der Partie eine fast vollständige Liste unserer Mannschaft zu erstellen. Viel mehr gab es im Nieselregen auch nicht zu tun.

Derweil spielte TuRa munter auf und überrumpelte gleich zwei Mal Blau-Gelb, sodass sich der Landesligist über einen auch in der Höhe verdienten 2:0-Sieg freuen konnte. Nach vorne lief bei Vicky an diesem Tag nicht viel zusammen, denn die wenigen Schüsse aufs Tor endeten entweder am Aluminium oder meilenweit daneben. Das geht noch besser.

Freitag, 14. Juli 2017

Lüneburger SK Hansa – SC Victoria Hamburg 1:1 (1:0)

Benefizspiel
Sportplatz Echem, 200 Zuschauer

Testspiel gegen einen Regionalligisten! Auf dem Papier sicherlich der attraktivste Testspielgegener – nur dass es eben nicht nur ein einfaches Testspiel, sondern ein Benefizspiel war. Die Erlöse der Partie gingen an die Grundschule in Echem, deren Sporthalle kürzlich niedergebrannt war. Dafür zahlt man dann auch mal gerne Eintritt, zumal der Sportplatz direkt neben dem abgebrannten Gebäude liegt und man sich die Schäden daher vor Ort anschauen konnte.
Der Ort Echem liegt auf der Südseite der Elbe direkt gegenüber von Lauenburg. Alles sehr hübsch da. Und sehr ländlich. Aber immerhin galt der „Eintritt für Pärchen“ auch für unsere diversen gleichgeschlechtlichen Pärchen, die sich spontan zusammen gefunden hatten… Wir leben schließlich in Zeiten von der Ehe für alle.
Der einfache Sportplatz hatte als kleines Highlight eine fahrbare Tribüne zu bieten, die von den Vicky-Fans eingenommen wurde. Während der Partie kamen Überlegungen auf, so etwas in Eigenregie doch auch zu bauen. Ein paar Paletten auf einen Anhänger geschnallt und ab die Post! Allerdings brauchen wir dafür erst mal ein Auto mit Anhängerkupplung...

Zum Spiel: Lüneburg war der erwartet harte Brocken, allerdings auch keine Übermannschaft. Der Favorit ging zwar erwartungsgemäß in Halbzeit 1 in Führung, allerdings gelang Vicky in der 75. Minute noch der nicht unverdiente Ausgleich. Am Ende trennten sich alle schiedlich-friedlich mit einem 1:1.

Donnerstag, 6. Juli 2017

SV Nettelnburg/Allermöhe – SC Victoria Hamburg 3:5 (0:3)

Testspiel
Henriette-Herz-Ring, 50 Zuschauer

Während anderswo in Hamburg bürgerkriegsähnliche Zustände ob des G20-Gipfels herrschten, nutzten einige Victorianer den lauen Sommerabend weitab von all dem Ärger, um sich das Testspiel beim SVNA zu geben.
Der unspektakuläre Kunstrasenplatz der Gastgeber wusste immerhin mit einer netten Umgebung zu punkten, während sich auf dem Plastikrasen ein interessantes Spiel darbot. Wer da im Einzelnen für den SCV auf dem Platz stand, war Gegenstand einiger Diskussionen – während die Testspiele für den Trainer dazu dienen, die Mannschaft auf die kommende Saison einzustellen, dienen die Testkicks für die Fans meist dazu, erst mal all die neuen Gesichter zu lernen.
Der Landesligist kam im Verlauf des Spiels zu der ein oder anderen Chance und wusste gut gegenzuhalten, sodass sich ein munteres Hin und Her ergab. Die Abstimmung zwischen den einzelnen Mannschaftsteilen bei Blau-Gelb lief noch nicht ganz perfekt, weshalb es letztlich in der zweiten Halbzeit gegen Ende der Partie sogar noch mal eng wurde. Das sah zu Spielbeginn noch anders aus, der 3:0-Vorsprung zur Pause war doch eindeutiger.
Letztlich behielt Vicky aber die Oberhand, insofern konnten dann alle relativ zufrieden den Heimweg antreten.


Sonntag, 25. Juni 2017

SV Ahlerstedt/Ottendorf – SC Victoria Hamburg 0:3 (0:1)

Testspiel
Stadion am Auetal, 50 Zuschauer

Meist sind Testspiele des SCV nur so mäßig geeignet, neue Grounds zu erobern. Entweder finden die Spiele auf dem heimischen Kunstrasen statt oder es geht gegen altbekannte Gegner aus Hamburg, deren Plätze man mittlerweile schon fast wie die eigene sprichwörtliche Westentasche kennt. Wie gut, dass wir jetzt einen neuen Coach haben, dessen sportliche Heimat südlich der Elbe liegt. So hatten wir im Winter bereits das Vergnügen nach Estebrügge fahren zu dürfen. Ende Juni gab es dann noch ein Testspiel gegen den frischgebackenen Landesligaaufsteiger aus Ahlerstedt/Ottendorf. Den Platz hatte ich schon seit Jahren auf der To-Do-Liste, sodass ich ziemlich zufrieden mit dieser Fügung war.
Dem Rest der Meute war entweder die Anstoßzeit von 11 Uhr zu früh und/oder sie waren gar nicht im Lande, sodass ich letztlich alleine in die niedersächsische Provinz aufbrach. Bei wunderbar norddeutschem Sommerwetter (grauer Himmel, Nieselregen) erreichte ich das Stadion am Auetal in Ahlerstedt. Wie immer ist „Stadion“ nicht so wirklich ernst zu nehmen, aber immerhin gab es auf der Gegengeraden ein paar Stufen und auf der gegenüberliegenden Seite einen überdachte Stehbereich. In diesem stehen auch die Ersatzbänke, wo es sich ein gewisser Frührentner namens Marius Ebbers bei meiner Ankunft auch schon bequem gemacht hatte. Bekanntlich ist er ja nun Co-Trainer von Jean-Pierre Richter.
Ich verbrachte die nächsten Minuten damit, mir von Oli Sextro die Namen der Neuzugänge geben zu lassen. Man will ja schließlich wissen, über wen man sich so ärgert. ;-) Auf dem Platz sah ich einen eher schleppenden Beginn, interessant wurde das Ganze aber dadurch, dass ich Richters Anweisungen und Kommentaren an der Seitenlinie lauschen konnte. Auffällig war, dass der Begriff „Fußballlehrer“ hier wirklich angebracht ist: Der neue Trainer von Blau-Gelb gibt quasi durchgängig Anweisungen und Tipps. Wie in der Schule auch, wurden die nicht immer befolgt, aber schließlich war das ja auch das erste Testspiel nach zwei Tagen Training. Die bange Frage, wer denn jetzt an Stelle von „Ebbe“ so Tore machen könnte, beantwortete Nick Scharkowski nach knapp 20 Minuten Spielzeit mit dem 1:0. Klaas Kohpeiß und er bildeten wie später auch in den ersten Pflichtspielen ein interessantes baumlanges Duo. Kohpeiß wusste da aber auch mit ob seiner Größe eher unerwarteten Wendigkeit und technischen Fähigkeiten zu überzeugen.

Das Spiel plätscherte über weite Strecken vor sich hin, die Gastgeber kamen nur ganz vereinzelt mal halbwegs gefährlich vors blau-gelbe Gehäuse. In der zweiten Hälfte erhöhte der SCV noch auf 3:0, wobei einige Chancen noch ungenutzt blieben. Insgesamt ein netter Auftakt in die neue Saison, der Lust auf mehr machte.

Freitag, 5. Mai 2017

Oberliga, 32. Spieltag: FC Süderelbe – SC Victoria 1:4 (0:1)

Kiesbarg, 180 Zuschauer

Eine Reise nach Süderelbe ist doch immer wieder… aufregend. Und stressig, denn es ist bisher noch nicht einmal vorgekommen, dass man da einfach nur hinfährt und ein Fußballspiel anschaut. Immer gab es bislang Stress. Mal waren es unliebsame Ordner, mal HSV-Fans, mal alles zusammen. Dieses Mal gab es eine verbale Auseinandersetzung mit einem Zuschauer, der meinte, dass er die Ehre von einem Pöbelrentner verteidigen musste. Weißte Bescheid, Digga!
Davon mal ganz abgesehen, waren auch die bisher erlebten Spiele am Kiesbarg meist nicht so toll. Allerdings sind einige Serien dazu da, um gebrochen zu werden, denn Vicky machte sehr überzeugend klar, wer hier drei Punkte bekommen sollte und wer nicht.
Dem 1:0 von Luca Ernst in HZ1 folgten Treffer von Ebbers, Aydin und Abdalla in HZ2, sodass am Ende ein souveräner 4:1-Erfolg zu Buche stand, der Vicky auf Platz 6 in der Tabelle spülte. Immerhin! Mal schauen, was da noch geht bis Saisonende...

Mittwoch, 3. Mai 2017

Oberliga, 25. Spieltag: TSV Buchholz 08 – SC Victoria 2:0 (0:0)

Otto-Koch-Kampfbahn, 250 Zuschauer 

Schon wieder eine Weltreise unter der Woche. Dieses Mal ging es mit einer Autobesatzung raus nach Buho.i.d.Nhd. oder wie auch immer man das Ding abkürzt. Gegen Buchholz hat sich der SCV schon immer schwer getan, das muss noch ein Relikt aus den Zeiten sein, wo sich beide Teams um die Meisterschaft duelliert haben. Diese Zeiten sind aber lange vorbei, wobei… ein schneller Blick auf die Tabelle zeigt, dass Buchholz gar nicht mal soooo schlecht dasteht (Platz 3), auch wenn Vicky mit der Spitze in diesem Jahr nichts zu tun hat.
Immerhin stimmt das Drumherum in der Nordheide, weshalb es erst mal flugs an den Cateringstand ging, um sich zu verpflegen. Bier und Pommes holen und ab ging es rüber zur Trainerbank. An unserem Stammplatz angekommen, wurden wir erst mal alle per Handschlag von Marius Ebbers begrüßt, der heute die medizinische Betreuung des Teams übernahm. Er kann eben alles, unser Marius! ;-) Naja, er sollte später auch noch auf dem Feld als Spieler zum Einsatz kommen, musste aber zunächst tatsächlich mit dem Arztköfferchen aufs Spielfeld, um Erste Hilfe zu leisten. Nach zwei Minuten hatte sich nämlich Luis Hacker verletzt und es sah zunächst nicht danach aus, als ob er wieder auf die Beine kommen würde. Zum Glück ging es nach kurzer Behandlungspause (zunächst) weiter, aber kurz vor der Pause musste Hacker dann doch stark humpelnd vom Feld. Wenn man so dicht an der Trainerbank steht, ergibt sich immer die spannende Möglichkeit, andere Leute bei der Arbeit zu beobachten, als wurde das Trainergespann für dieses Spiel, bestehend aus Jean-Pierre Richter (Manager) und Hamid Derakshan (A-Jugend-Trainer), unter die Lupe genommen. Die beiden wussten auf jeden Fall zu gefallen in ihrer Ansprache, auch wenn es am Ende nicht für den Sieg reichte. Das lag heute aber nicht am schlechten Spiel des Teams, sondern vor allem an einer massiven Portion Pech. So viele Latten- und Pfostentreffer macht man normalerweise in einem Monat, nicht in einem Spiel!
Bis zur Pause stand es aber noch 0:0 und eigentlich konnte man guter Dinge in die zweite Hälfte gehen, allerdings kamen die Gastgeber wesentlich druckvoller aus der Kabine zurück, während Vicky irgendwie etwas von der Rolle wirkte. So reichten Buchholz zwei Angriffe, um den 2:0-Sieg festzuzurren, während Vicky sich zwar mühte, aber kein Tor mehr erzielen konnte. Schade, Leute!

Freitag, 28. April 2017

Oberliga, 31. Spieltag: Buxtehuder SV – SC Victoria 1:3 (1:0)

Jahnstadion 2, 123 Zuschauer 

Freitagabend, auswärts in Buxtehude. Irgendwo südlich der Elbe. Der Auswärtsmob blieb überschaubar.
Nachdem wir im Metronom verzweifelt den „Lautstärke-Wagen“ suchten und uns schließlich zwischen Pendlern, Touristen und PfadfinderInnen ein kommodiges Plätzchen sichern konnten, wurde wider die Legalität fleißig Cola-Korn konsumiert. Gott sei Dank blieben wir dabei unentdeckt.
Begrüßt wurden wir in der Stadt von „Hase und Igel“ mit fliegenden Holsten-Pilsener-Halbliter-Dosen. Scheiß Bauern, habt ihr noch immer nicht genug?!
Am Einlass dann gespanntes Bangen, ob die mitgebrachten Kaltgetränke die Kontrollen unbeachtet überstehen? Große Erleichterung, als es hieß „Ihr dürft die Flaschen mit rein nehmen, aber bitte nicht trinken! Wir sind ein kleiner Verein und brauchen das Geld.“ Ähhh, ja. Alles klar. Machen wir so!
Vom Spiel und dem Auftritt unserer Victoria erwarteten wir gar nicht soviel. Wurde doch knapp zwei Tage vorher 5:1 in Pinneberg verloren. Muss man auch nichts mehr zu sagen... Es ging auch schon bannig gut los, nach nicht mal fünf Minuten lag Vicky 1:0 hinten. Mut zur Lücke und ein schöner Sonntagsschuss. Vicky drehte zwar auf und störte schon früh den Buxtehuder Spielaufbau, konnte aber bis zur Pause kein Kapital daraus schlagen.
So dauerte es bis kurz nach die Halbzeit, ehe Felix Schuhmann mit voller Gewalt den Nachschuss versenkte (59. Minute). Damit war der Bann gebrochen. Goldjunge Len Strömer setzte nach 72 gespielten Minuten noch einen drauf und Tarek Abdalla konnte sich kurz vor dem Abpfiff ebenfalls auf die Torschützenliste setzen lassen.
Unsere Tour endete mit Aufenthalt in Neugraben und guter Musik am Hauptbahnhof, wo sich unsere Wege trennten.

Mittwoch, 26. April 2017

Oberliga, 21. Spieltag: VfL Pinneberg – SC Victoria 5:1 (2:1)

Stadion 1, 105 Zuschauer 

Was haben wir uns im Winter noch darüber gefreut, dass reihenweise Spiele ausgefallen sind, bedeutete das doch, dass wir alle auf dem warmen Sofa sitzenbleiben konnten und nicht raus in die nasse Kälte mussten. Das dicke Ende kommt ja aber bekanntlich trotzdem und wir sind nun quasi mittendrin: Englische Wochen im Überfluss, gefühlt alle drei Tage ein Spiel und Ansetzungen wie Mittwochabend um 18 Uhr in Pinneberg. Hallelujah!
 Es machten sich aber tatsächlich ein paar Victorianer auf diversen Wegen nach Pinneberg zum nächsten Abstiegskandidaten auf die Reise, die als erstes Mal von einer Polizeistreife im Stadion begrüßt wurden. Die war allerdings nicht wegen der „pösen Fans mit ganz viel Pyro“ da (immerhin haben wir vor ein paar Jahren aus Versehen mal fast die Tribüne in Pinneberg abgefackelt), sondern wegen eines Einbruchs in das Vereinsheim. Was für Idioten brechen bitte in ein Kabuff in einem Amateurfußballstadion ein? Noch dazu in Pinneberg, ein Verein, der bekanntlich nur so in Geld schwimmt…
Nun ja, die Ermittlungen inklusive Austausch des Schlosses an besagtem Kabuff sorgten jedenfalls für reichlich Unterhaltung vor dem Anpfiff. Nach diesem war es jedoch vorbei mit der Herrlichkeit, denn auf dem Feld bekam Victoria gehörig den Arsch versohlt! Dabei fing das ganze doch ganz gut an: Nick Scharkowski sorgte in der 9. Minuten für das 1:0. Dass es für Pinneberg aber noch um etwas ging, während beim SCV nur noch die Saison runter gespielt wird, merkte man in den folgenden Minuten. Zwei Tore in HZ 1, drei Tore in HZ 2 und fertig war die Packung für Vicky, die in dieser Höhe nun echt nicht sein musste! Es war teilweise schon recht peinlich, was sich die Blau-Gelben da auf dem Platz leisteten.
 Nach Abpfiff verzog sich jedenfalls die Vicky-Meute recht kleinlaut und machte sich auf den Weg zurück in die große Stadt, während die Gastgeber feierten, als ob sie gerade den Oddset-Pokal gewonnen hätten.

Freitag, 21. April 2017

Oberliga, 30. Spieltag: SC Victoria – Klub Kosova 7:1 (1:0)

Stadion Hoheluft, 138 Zuschauer

Eine überzeugende Halbzeit hat gereicht, um die vollkommen überforderten Kosovaren mit einem deutlichen 7:1-Erfolg nach Hause zu schicken. Der bereits feststehende Absteiger konnte von Beginn an überhaupt nicht mithalten, allerdings versäumte es Vicky wie so oft in dieser Saison, bereits in Halbzeit 1 alles klar zu machen und für die nötigen Tore zu sorgen. So dauerte es ganze 25 Minuten, bis Marcel Rodrigues die spärlichen 138 Zuschauer beim 1:0 jubeln ließ. Bis zur Pause hatte der SCV zwar Chancen en masse, aber Tore gab es keine mehr. Kosova kam ein paar Mal über die Mittellinie hinaus, mehr war aber echt nicht drin. In der Landesliga sind die Jungs einfach besser aufgehoben. Zum Gegentreffer sei übrigens angemerkt, dass er aus einem Elfmeter resultierte, ansonsten wäre es 7:0 ausgegangen. Mindestens. Auch der SCV bekam im Verlauf des Spiels noch einen Elfmeter zugesprochen und holte sich in Person von Felix Schuhmann eine Rote Karte ab, aber einen Unterschied machte das auch nicht.
Nach dem Spiel waren jedenfalls alle in der Kurve hoch auf zufrieden und man konnte einmal mehr feststellen, dass Erfolg zwar nicht alles, aber eben auch nicht komplett irrelevant ist. Nach den teilweise üblen Niederlagen der letzten Wochen tat es auf jeden Fall gut, einmal eine Partie komplett ohne Zittern über die Bühne bringen zu können und am Ende mit den Spielern jubeln zu dürfen. Da nehmen wir dann auch mal eine Uffta kommentarlos hin.

Freitag, 14. April 2017

Oberliga, 20. Spieltag: SC Victoria Hamburg – SC Condor 3:1 (2:1)

Stadion Hoheluft, 232 Zuschauer

Heja! Ein ungewöhnlicher Anstoßtermin am Karfreitag um 14 Uhr sorgte für den ersten Sieg unserer Victoria im Jahr 2017. Das Spiel begann allerdings wie viele Spiele zuvor: Die Mannschaft, offiziell ohne Trainer, dafür aber mit JP Richter als Koordinator neben dem Platz, lag bereits nach sieben Minuten mit 0:1 hinten. Man gewöhnt sich, ehrlich gesagt, so langsam daran. Aber hej! Kurz vor der Halbzeit drehten die Jungs doch tatsächlich innerhalb von zwei Minuten das Spiel. In der 39. Minute traf unser (leider) bald Abgänger Sergej Schulz zum Ausgleich und nur eine Minute später erhöhte Nick Scharkowski gar auf 2:1. Direkt im Anschluss gab es nach einer Notbremse die glattrote Karte für Condors Alexander Krohn und so ging's dann auch mit der Führung im Nacken und gegen zehn Mann in die Halbzeit.

Die Zeichen standen somit klar auf Sieg, doch trauen kann man dem Braten nach den Erlebnissen der letzten Spiele nicht wirklich. Ich denke da nur an das 3:3-Unentschieden gegen Osdorf. Aber nun ja, dieses Mal ließen sich die Jungs glücklicherweise nicht aus dem Spiel bringen. Kurz vor Spielende, in der 89. Minute, erhöhte Rodrigues gar zum erlösenden 3:1. Danach war klar, dass uns dieser Sieg nicht mehr genommen wird und so war der heute sehr familienlastige blau-gelbe Anhang nach Abpfiff sicherlich zufrieden mit diesem Nachmittagskick. Die 40-Punkte-Marke wurde auch geknackt. Ab jetzt Ananaaaaaaaaaas!

Sonntag, 9. April 2017

Oberliga, 28. Spieltag: SC Victoria Hamburg – TuS Osdorf 3:3 (2:0)

Stadion Hoheluft, 284 Zuschauer

Noch so ein Spiel zum Vergessen! Das Problem bei diesen Spielen: Nach Abpfiff willst du erst mal nix mehr damit zu tun haben und verdrängst es. Und nach 14 Tagen, wenn der Termin des Redaktionsschlusses näher rückt und man den Spielbericht schreiben muss, kann man sich erst recht nicht mehr dran erinnern.. Das Dilemma eines Fanzine-Schreibers. Okay, das einzige, an das ich mich noch erinnern kann, ist die zwischenzeitliche 3:0-Führung. Da kam tatsächlich mal so etwas wie Siegessicherheit auf. Tweite Halbzeit, 3:0 im Rücken, da sollte es doch selbst für eunsere Truppe endlich mal zum ersten Punkte-Dreierpack im Jahr 2017 reichen? Hah, denkste!
Dabei fing alles so gut an: Geburtstagskind Nick Scharkowski, der an diesem Sonntag ein Vierteljahrhundert voll machte, erzielte in der 20. Minute das 1:0-Führungstor. Da schmeckte der vorgezogene Osterkuchen, den es in der Kurve gab, doch gleich doppelt so gut! Noch besser wurde es in der 31. Minute, als Luca Ernst das 2:0 für Blau-Gelb erzielte. Das passte doch endlich mal! Mit diesem Vorsprung ging es auch in die Kabine, zumal Osdorf auch nicht brandgefährlich wirkte.
Nach der Pause legte Scharkowski sogar noch mal nach und erzielte tatsächlich das 3:0. Fast hätten die Sektkorken geknallt, aber noch war ja mehr als eine halbe Stunde zu spielen. Und so nahm das Unglück seinen Lauf…
Erst gab es einen Elfmeter für Osdorf, der natürlich auch prompt in den Maschen landete. Kurz darauf setzten die Gäste nach und kamen auf 3:2 heran. Damit wurde es ein offener Schlagabtausch in der letzten Viertelstunde. Und fast sah es so aus, als würde Vicky den Sack zu machen, denn Marius Ebbers erwischte in der Nachspielzeit mit einem Kopfball den Pfosten. Postwendend zappelte der Ball plötzlich in unserem Netz, Ausgleich, Ende, aus die Maus. So ein Schrott!

Warum das so kommen musste, ist mir bis heute nicht klar. Soll man das jetzt auf die jungen Spieler schieben, die zu viele Gänge zurück geschaltet haben und sich zu sicher nach der deutlichen Führung waren? Auf mangelnde Motivation, hier endlich mal drei Punkte einzufahren? Oder war das schöne Wetter Schuld? Egal, der Verein hatte im Nachgang zumindest den Schuldigen ausgemacht und hat er mal den Trainer vor die Tür gesetzt! Okay, das wurde anders ausgedrückt, aber am Ende kam das Gleiche dabei raus. Bleibt also nur die Hoffnung, dass es tatsächlich am Spielleiter lag (als ob!).

Sonntag, 2. April 2017

Oberliga, 27. Spieltag: HSV Barmbek-Uhlenhorst – SC Victoria 3:1 (2:0)

Stadion an der Dieselstraße, 511 Zuschauer

Eigentlich sollte das ein netter Sonntagnachmittagsausflug nach Barmbek bei allerbestem Wetter werden. Dann kam allerdings der Fußball dazu…
Als sich ein Teil der Fans an der Habichtstraße zum ersten Bierchen traf, war die Welt noch in Ordnung. Das Wetter war gut, die Stimmung ebenso und unser Exildresdner freute sich auf dem Weg zur Dieselstraße bereits über eine 3:0-Führung durch Hattrick von Stefan Kutschke bei der Zweitligapartie der SGD.
Und während sich im Barmbeker Stadion mit weiterem Gerstensaft versorgt wurde und auf dem Rasen die Protagonisten in blau bzw. weiß aufliefen (so richtig blau-gelb war das irgendwie bei beiden Teams nicht), nahm nicht nur in Stuttgart das Unheil seinen Lauf.
Nach einer wieder einmal desolaten Vorstellung verlor der SCV am Ende mit 1:3 gegen BU – und seien wir mal ehrlich: Es hätte noch schlimmer kommen können. Man hatte während des gesamten Spiels nicht einmal das Gefühl, dass der SCV den Gastgebern viel entgegenzusetzen gehabt hätte. Ähnlich ernüchternd muss es auch für die Dresdner Fans gewesen sein, die zuschauen mussten, wie ihr Team einen 3:0-Vorsprung in ein 3:3 verwandelte. Tja, was sollen wir sagen: Been there, done that. Bei uns hieß der Gegner Buxtehude und war zu dem Zeitpunkt Tabellenletzter.
Gegen BU lief mal wieder gar nichts zusammen und so konnte unser allerliebster Lieblingsspieler überhaupt (in der ganzen Oberliga Hamburg und ebenso in der umgebenden Vorstadt wie Norderstedt), Ivan Sa Borges Dju, nach elf Minuten das 1:0 erzielen. Abwehr und Torwart? Noch in der Kabine. Nach vorne ging allerdings auch nichts zusammen, sodass ich jetzt keinen einzelnen Teil der Mannschaft allein für diese Niederlage verantwortlich machen will. Nach 27 Minuten erhöhte BU auf 2:0 und markierte damit gleichzeitig den Pausenstand. Vicky hat in der ersten Hälfte vielleicht ein oder zwei Mal auf das gegnerische Tor geschossen, ansonsten war kein Durchkommen durch die sehr gut gestaffelten Barmbeker.
In der zweiten Halbzeit erhöhte BU noch auf 3:0, bevor die Gastgeber ein paar Gänge zurück schalteten und zuschauten, wie sich Vicky mühte, aber trotzdem nix auf die Reihe bekam. Auch der Anschlusstreffer durch Tarek Abdalla in der 86. Minute kann da nur noch als Ergebniskosmetik gewertet werden.

Ziemlich peinlicher Auftritt – und wären wir nicht alle mit Sonnenbaden und Schnacken beschäftigt gewesen, hätten wir uns auf der „Gästetribüne“vielleicht auch noch richtig geärgert. So aber kann man wohl sagen, dass das Ergebnis ziemlich latte ist – in einer Saison, in der es ohnehin um Nichts geht. Nicht mal mehr um die goldene Ananas, denn Platz 10 (aktuell, mit einigen Partien weniger auf dem Konto) ist einfach so weit im Nirwana, dass es schlicht niemanden mehr juckt. Und vom Verein gewinnt man derzeit auch nur den Eindruck, dass alle damit beschäftigt sind, sich um den Kunstrasen an der Hoheluft zu kümmern. Dass die Saison noch nicht zu Ende ist? Egal. Schwamm drüber!

Sonntag, 26. März 2017

Damen, Oddset-Pokal Halbfinale: TSC Wellingsbüttel – SC Victoria Hamburg 4:3 n.V. (1:1, 3:3)

Am Pfeilshof, 100 Zuschauer

Nachdem der Trainer unserer 1. Damen Dennis Wolf um Unterstützung im Halbfinale des Pokals gebeten hatte, machten wir uns mit ein paar Leuten am Sonntagnachmittag auf den Weg nach Wellingsbüttel. Leider sprangen unsere Urtypen noch kurz vorher ab, sodass wir letztlich nicht ganz so zahlreich waren wie erhofft. Vor Ort waren wir aber doch einigermaßen überrascht ob des großen Andrangs, erst mal musste nämlich ein Parkplatz gefunden werden, was auch erklärte, warum wir erst kurz nach Anpfiff den Ground betreten konnten und quasi auf Höhe des Sechszehners zu stehen kamen. Immerhin konnte man so mit dem Linienrichter plauschen, der sich den ein oder anderen kleinen Fauxpas leistete, aber immerhin diskussionsfreudig war...
Vor Ort waren sicherlich um die 100 Zuschauer, die meisten natürlich ‚Einheimische‘, von denen es sich zumindest eine kleine Gruppe nicht nehmen ließ, ihr Team gelegentlich auch anzufeuern. Ernst nehmen konnten die Herren dabei aber weder sich selbst noch Frauenfußball, das Damokles-Schwert des Sexismus hing ihnen mehrfach ganz dicht über den Köpfen! Aus der Ferne würde ich sagen, waren das alles Menschen, die normalerweise zum HSV gehen, sich dort abschießen und natürlich den Mund nicht aufbekommen, aber diese Vertreter sieht man ja häufiger auf Hamburgs Amateurfußballplätzen, wo dann einen auf dicke Hose gemacht wird…
Anyway, kommen wir zum Spiel. Immerhin ging es um den Einzug ins Pokalfinale, das an der Hoheluft ausgetragen wird. Beide Teams spielen in der Verbandsliga, allerdings sind unsere blau-gelben Damen erst in dieser Saison aufgestiegen. Tja, und was soll man sagen, der Gegner war spielerisch einfach um Längen besser. Allerdings – und das ist Fußball – gelang es den Vicky-Frauen kurz vor der Pause durch einen Schuss aus der zweiten Reihe in Führung zu gehen. Kaum hatte man sich zu Ende gefreut, fiel auch schon der Ausgleich durch Elfmeter. Schade, aber nicht ganz unverdient.
So ging es dann mit einem 1:1 in die Pause. Und was in der zweiten Hälfte passierte, machte zunächst ein bisschen sprachlos und ließ das Endergebnis umso bitterer erscheinen: Obwohl Wellingsbüttel immer noch den besseren Fußball spielte und sich ein ums andere Mal vor das Vicky-Tor durchkombinierte, fielen die Tore auf der anderen Seite, sodass es nach 59 Minuten 3:1 für die Guten, sprich Blau-Gelben, stand.
Dummerweise waren 30 Minuten dann aber doch zu viel Zeit, um dieses Ergebnis über die Runden zu bringen, sodass Wellingsbüttel sich wieder heran arbeitete und es nach 90 Minuten 3:3 hieß. Also Verlängerung. Warum passiert sowas eigentlich immer dann, wenn man überhaupt nicht drauf eingestellt ist, keine Zeit oder die falsche Kleidung an hat? Es wurde zunehmend kalt und dunkel…
In der 98. Minute gelang den Gastgeberinnen dann letztlich das 4:3, was uns vor dem Elfmeterschießen bewahrte. Wir hätten sonst auch die ein oder andere Frostbeule zu beklagen gehabt. So konnten wir nur über die vertane Chance klagen, hier sensationell ins Oddset-Pokalfinale einzuziehen. Wir hätten sicherlich die Hoheluft gerockt! So aber treffen dort der HSV und Wellingsbüttel aufeinander. Mal sehen, für wen die lautstarken Herren dann singen… ;-)

Freitag, 24. März 2017

Oberliga, 26. Spieltag: SC Victoria – TuS Dassendorf 2:2 (1:2)

Stadion Hoheluft, 292 Zuschauer

Der Meister gab sich die Ehre beim letztjährigen Drittplatzierten (ja, echt, Mann!). Und nach 11 Minuten lag Vicky mit 0:2 hinten. Ups! Da schwante dem geneigten Fan doch nichts Gutes, aber immerhin konnte sich der SCV danach einigermaßen berappeln und Ebbe sorgte für den Anschlusstreffer in der 27. Minute. Mit Vollspann ins Netz gejagt, wer kann, der kann halt! Leider nicht häufig genug in dieser Saison, aber wir wollen mal nicht meckern, denn in Halbzeit 2 sorgte erneut Marius Ebbers für ein blau-gelbes Tor zum 2:2.
In den folgenden 25 Minuten bis zum Schlusspfiff musste sich Vicky daraufhin wütende Gegenangriffe durch Dassendorf gefallen lassen, aber am Ende konnte der Punkt tatsächlich über die Zeit gerettet werden. Selbst unser nicht immer ganz sattelfeste Torhüter Tim Wiegand konnte sich am Ende noch mal auszeichnen und verhinderte in allerhöchster Not mit einem laaaaangen Sprung in letzter Minute den Siegtreffer für Dasse. Warum denn nur nicht immer so?!
Ansonsten gab es noch die Rückkehr von Len Strömer anzumerken, der nach einem halben Jahr Auslandsaufenthalt in Asien wieder zurück war. Vielleicht hilft seine Anwesenheit dem Team ja in den nächsten Spielen zu alter Stärke zurück zu finden. Hoffentlich.
Und in der Kurve versammelten sich an diesem Freitagabend mal wieder so einige Nasen, was eine gute Entwicklung ist. Spannend ist dabei aus meiner Sicht immer noch, dass sich in den letzten Jahren beim SCV eine kleine, aber feine Fanszene entwickelt hat von lauter Menschen, die mit blau-gelbem Schal ins Stadion kommen und auch mal auswärts zu sehen sind. Dabei meine ich gar nicht nur Leute, die lautstark supporten, sondern einfach nur zum Fußballgucken da sind. Sowas gab es früher nur in der Generation 80+. Insofern immerhin neben dem Platz ganz gute Entwicklungen im Verein.


Freitag, 10. März 2017

Oberliga, 24. Spieltag: SC Victoria Hamburg – Wedeler TSV 1:2 (1:1)

Stadion Hoheluft, 168 Zuschauer

Wow, das erste Heimspiel des Jahres 2017 ist tatsächlich endlich über die Bühne gegangen! Und das im März, also einen ganzen Monat nach ‚Rückrundenstart‘. Allerdings gab es ansonsten keinen wirklichen Anlass zur Freude, denn das Spiel wurde auch gleich mal verloren. Zwei Spiele im Jahr 2017, zwei Niederlagen. Ich würde sagen, das geht deutlich besser!
Irgendwie ist das aber auch symptomatisch für den SCV im Jahr 2017. Da da Spiel gegen Buchholz am vergangenen Wochenende ebenfalls dem Wetter zum Opfer fiel, versinkt Vicky mittlerweile im Nirwana der Tabelle – und so wie derzeit gespielt wird, machen die vier (!) Nachholspiele auch nicht wirklich Hoffnung darauf, am Ende der Saison noch irgendwas halbwegs Akzeptables rauszuholen.
Springen wir aber noch mal 14 Tage zurück und versuchen uns an das Spiel gegen Wedel zu erinnern: Es war kalt, dunkel und ungemütlich an diesem Freitag, wenn auch immerhin trocken von oben. Der Rasen sah erbarmungswürdig aus (wie immer also um diese Jahreszeit, deswegen ist ein Kunstrasen im Stadion auch wirklich eine gute Idee!) und dementsprechend bewegte sich kaum ein Zuschauer ins Stadion. Ganz tapfer waren aber immerhin zwei Bierstände geöffnet, zumindest in der ersten Halbzeit. So konnte man sich den Kick wenigstens schön trinken.
Dafür dass Wedel in der Tabelle recht weit unten angesiedelt ist und der SCV eigentlich mit gewissen Ambitionen in diese Saison gestartet war, war das in den ersten Minuten eine ganz schön lahme Vorstellung. Wedel konnte nicht, der SCV wollte nicht. Oder vielleicht konnte auch der SCV nicht, das ist derzeit ziemlich unklar.
Erstes Highlight der Partie nach 20 Minuten dann gleich mal was Negatives: Eine rote Karte für Vicky nach einer Notbremse. Zu allem Überfluss verwandelte Wedel den folgenden Freistoß sehenswert direkt in unseren Kasten. Haste Scheiße am Fuß… Äh, ja.
Leider änderte sich am Niveau der Partie (falsches Wort, da eigentlich komplett nicht vorhanden) auch in der Folgezeit nichts, aber immerhin war Wedel so nett und legte sich den Ball selbst ins Netz, damit es zur Halbzeit wenigstens so aussah, als würde Vicky gegenhalten. Das war definitiv ein 1:1 der schwächeren Sorte.
Viel besser wurde es auch nach der Pause nicht, aber immerhin kam ein bisschen Bewegung in das Spiel der Blau-Gelben, denn so ganz kampflos wollte man die Punkte nicht abgeben. Allerdings sprangen dabei auch nicht wirklich zwingende Chancen heraus. Wedel beschränkte sich derweil aufs Kontern – und kam dann sogar noch zum Siegtreffer, den Henrik Ebbecke in der 85. Minute markierte.
Bei uns in der Kurve waren immerhin ein paar Nasen zu sehen, die den Winter nicht genutzt hatten, um sich nach Südamerika abzusetzen, allerdings machte die Vorstellung des SCV doch recht sprachlos. Und so hieß es nach Abpfiff dann auch zügig abbauen und ab nach Hause.

Sonntag, 5. März 2017

Oberliga, 23. Spieltag: Altonaer Fußball Club von 1893 – SC Victoria Hamburg von 1895 5:1 (5:0)

Adolf-Jäger-Kampfbahn, 1349 Zuschauer

In den Jahren nordkaotischer Existenz (9 Jahre, Digga!) waren Spiele gegen den AFC immer besonders. Aufeinandertreffen waren in den ersten Jahren allein schon aufgrund des Vorhandenseins einer Fanszene und einer gewissen traditionsreichen sportlichen Rivalität alles andere als Alltag. Diese sportliche Rivalität bekam dann über die Jahre eine unschöne Note, die dafür sorgte, dass diese Spiele, auf die man sich früher freute, irgendwann nur noch unter „Hauptsache heile wieder raus kommen“ liefen. Das Sportliche geriet komplett in den Hintergrund, man wollte es einfach nur schnell hinter sich bringen. Schon das Hinspiel im Herbst brachte hier eine leichte Entspannung und das Rückspiel am vergangenen Sonntag war da schon deutlich angenehmer. Beim Blick auf die Tabelle am Vorabend kam fast wieder so etwas wie Vorfreude auf, hätte ein Sieg doch noch für unverhoffte Spannung an der Tabellenspitze sorgen können. Hätte, denn jeder, der des Lesens mächtig ist, erkennt auf den ersten Blick, dass ein Spiel, bei dem es zur Halbzeit bereits 5:0 für den ungeliebten Gegner steht, nur mäßig dazu beiträgt, den Meisterschaftskampf spannend zu gestalten.
Vielmehr war dieses Spiel bereits nach 45 Minuten ganz klar eine Katastrophe und es ist letztlich der Zurückhaltung des in der ersten Häfte gnadenlos effektiven neuen Spitzenreiters zu verdanken, dass es nicht noch bitterer wurde. Chancen hätte Altona auch im zweiten Durchgang genügend gehabt.
Nach 25 Minuten war das Spiel bereits gelaufen, die Gastgeber hatten bereits drei Tore Vorsprung. Ein wohl berechtigter Elfmeter, ein Traumtor des ehemaligen Victorianers Sachs und ein  direkt verwandelter Freistoß und das Ding war durch. Kurz vor der Pause gab es noch zwei weitere Gegentreffer und spätestens da wurden Erinnerungen an den Auftritt des HSV bei den Bayern wach. Auf den Rängen versuchte das kleine Häufchen Victorianer das Beste draus zu machen und ließ das Ganze mit Galgenhumor über sich ergehen. An dieser Stelle übrigens ein ganz dickes Dankeschön an die Autoladung aus Frankfurt, die mehr oder weniger direkt vom eigenen Auswärtsspiel nach Hamburg gekommen war. Ganz großes Kino!
In der Pause rief ich für mich das Ziel aus, doch bitte wenigstens die zweiten 45 Minuten zu gewinnen und meine Gebete wurden erhört. Der SCV zeigte sich verbessert (viel schlechter ging ja auch nicht mehr) und kam jetzt immerhin mal zu Chancen. Dass innerhalb von wenigen Sekunden zwei Mal die Latte statt des leeren Tors getroffen wurde, passte zu diesem Nachmittag. So gelang nur der Ehrentreffer per Elfmeter, am desaströsen Ergebnis änderte das aber natürlich nicht mehr allzu viel. Einer der wenigen Lichtblicke war der zur Halbzeit für Rodriges gekommene Scharkowski. Der großgewachsene Stürmer zeigte eine gute Technik und Durchsetzungskraft, die Lust auf mehr machte.
Letztlich bleibt nur zu hoffen, dass dieser Auftritt einfach nur der unfreiwillig verlängerten Winterpause zuzuschreiben ist. Entschuldigen tut das nichts, aber eine entsprechende Reaktion gegen Wedel würde zumindest mal Hoffnung auf eine nicht komplett langweilige Rückrunde machen. Was gut zu machen hat die Mannschaft auf jeden Fall mal.

Freitag, 3. März 2017

Landesliga Hammonia, 20. Spieltag: SV Lurup – SC Victoria Hamburg II 0:3 (0:2)

Vorhornweg, 70 Zuschauer

Freitagabend, Vicky gucken. Da das in den vergangenen Wochen ja aufgrund des Wetters bei uns im Stadion nicht möglich war, bot es sich an, am 3. März das Spiel unserer Zweiten bei Lurup anzuschauen. So konnten auch gleich zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen werden, denn neben der Unterstützung (zumindest moralisch) unserer Landesliga-Truppe, wollten wir auch gleich mal einen Blick auf das neueste Stadion in Hamburg werfen. Denn in der Einöde neben dem Volkspark wurde tatsächlich ein richtiges Stadion errichtet, nicht nur ein schnöder Sportplatz. So richtig mit Tribüne! Eröffnet wurde der Vorhornweg übrigens standesgemäß mit einer 0:14-Niederlage in der Woche zuvor.
Ganz so hoch sollte unsere Zweite an diesem Freitag leider nicht gewinnen – aber immerhin gewann sie. Alles andere wäre aber auch peinlich gewesen angesichts der exorbitanten Schwäche dieses Gegners, der nächste Saison wohl in der Bezirksliga verschwindet.
Wir machen es uns derweil auf der Tribüne gemütlich (sofern man bei diesen Temperaturen davon sprechen kann). Tja, jetzt steht da also so eine Tribüne im Nichts neben einem von zwei Fußballplätzen. Richtig schön ist das noch nicht, man muss sich erst eingrooven und fertig einrichten. So gab es Bier und Wurst von zwei provisorisch in die Küche gestellten Tischen in den Räumlichkeiten, die oben auf der Tribüne untergebracht sind. Das Stadion erinnert übrigens stark an die neue Kiste von BU – scheint wohl so etwas wie der Baukasten für Amateurvereine zu sein. Man kennt das ja auch den Bundesligen, wo in Paderborn und Augsburg auch die gleichen Kästen stehen, nur mit anderen Farben. Aber immerhin… so ein schickes Dach würde ich bei uns auch gerne über dem C-Block sehen.
Joah, viel mehr gibt es eigentlich auch gar nicht zu sagen. Das Stadion war übrigens gut gefüllt mit Menschen, die wohl alle ein neues Kreuz in ihrem Informer machen wollten. Wer fährt auch sonst abends in das Nichts. Aber gut, man ist ja selbst nicht anders. Irgendwann kommen wir noch mal wieder, um den Nebenplatz abzuhaken...

Samstag, 4. Februar 2017

Testspiel: ASC Cranz-Estebrügge – SC Victoria Hamburg 2:6 (1:3)

ASC-Sportzentrum, 30 Zuschauer

Der einzige Spielbericht zu Victoria in diesem Flyer ist eigentlich mehr ein Hoppingbericht, denn schließlich gab es einen neuen Ground in Niedersachsen zu bestreiten. Der rest des Testspielwinters war ja eher lahm aus Hoppersicht, aber raus nach Cranz dauerte es keine zwei Minuten und eine Autobesatzung hatte sich zusammen gefunden.
Das kleine Polo-Hoppingmobil holte die Bande dann brav in Harburg ab und los ging es raus ins alte Land. Bei dem Wetter erschließen sich die touristischen Vorzüge dieses Stückchens Erde nicht so wirklich, es sah halt grau und schnöde aus. Aber… wenn erst mal Apfelblüte ist! Ja, dann wimmelt die Gegend wahrscheinlich nur von Rentnern mit Fahrrädern, die sich auf den Radwegen und Deichen um das richtige Fotomotiv prügeln.
Davon war an diesem trüben Wintertag nichts zu merken, deshalb ging es flugs zum ASC-Sportzentrum, das fast im Königreich liegt (ja, wirklich, behauptet das Straßenschild). Der Sportplatz unspektakulär, ein Wellenbrecher zur Begrenzung, keine Aufbauten, ein kleines Vereinsheim, in dem es wohl guten Kaffee und Hot Dogs gegeben haben soll.
Auf dem Rasen wurde derweil gekickt und wir hatten 90 Minuten Zeit zu überlegen, wer einige der neuen Gesichter sein könnten, die da in blau-gelb rumliefen. Das Ergebnis machte auch die Überlegenheit unseres Oberligisten deutlich, welche Erkenntnisse man jetzt aus diesem Kick ziehen kann, muss allerdings der Trainer gefragt werden.
Wir nutzten jedenfalls den immerhin trockenen Nachmittag, um wieder ein bisschen Fussballluft zu schnuppern und machten uns im Anschluss alle wieder flugs auf den Heimweg.